Diego Palacios

In Diego Palacios Malerei sind verschiedene Ebenen zu erkennen, die zwischen Bewusstem und Unterbewusstem changieren. Unterstützt wird dieser Eindruck durch ein Spiel von Licht, Schatten, Transparenz und Mehrfarbigkeit. Palacios Arbeiten lassen einen altmeisterlichen Ansatz erkennen, der jedoch durch zeitgenössische Sujets und Elemente digitaler Bildbearbeitung gebrochen wird. Den Schwerpunkt im Œuvre des chilenischen Malers bilden Menschen. Die Personen erscheinen manchmal in einem Licht, das an Rembrandt oder Van Dyck erinnert, auch die Kleidung und Gestik der Porträtierten lässt auf längst vergangene Zeiten schließen. Diese vertraut erscheinenden Merkmale und das Bild, das vor dem geistigen Auge auftaucht, wird jedoch durch glimmernde Farbeffekte, Verzerrungen und Spiegelungen der Gesichter durchbrochen. Der Künstler stellt so einen Bezug zu zeitgenössischer Bildästhetik her. Palacios Bilder fordern die RezipientInnen heraus, stellen ihre Sehgewohnheiten auf die Probe und regen zum Hinterfragen an. Lea Asbrock, Kunsthistorikerin B.A.
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